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PRESSEERKLÄRUNG
der Abgeordneten für das nördliche Moabit, Jutta
Leder (SPD) vom 17. Juni 2005:
Tempo 30 auf der Lehrter Straße ist sinnvoll
Das Verwaltungsgericht Berlin hat der Klage eines Taxiunternehmers
gegen ein Tempo-30-Limit in einem Teilstück der Lehrter
Straße in Moabit stattgegeben. Die Senatsverwaltung
für Stadtentwicklung hatte 2002 im etwa 570 Meter langen
Mittelstück der Lehrter Straße zwischen Seydlitzstraße
und Kruppstraße eine Geschwindigkeitsbeschränkung
auf Tempo 30 eingeführt.
Die Moabiter Abgeordnete Jutta Leder (SPD) erklärt
dazu:
Juristisch mag das Urteil korrekt sein, von der Sache
her ist es nur schwer nachzuvollziehen. Allein der Umstand,
dass seinerzeit für die Lehrter Strasse nicht in einem
Vorgang Tempo 30 eingeführt wurde, sondern es sich
um drei unabhängig voneinander zu betrachtende Tempo
30-Abschnitte handelt, hat die Klage erst ermöglicht.
Auf dem kurzen Teilstück, auf dem nun beschleunigt
werden darf, befindet sich die Ausfahrt der Sportstätten
um das Poststadion, die insbesondere von Kindern und Jugendlichen
stark genutzt werden.
Da
es auf dem Abschnitt zwischen Seydlitzstraße und Kruppstraße
keine einmündenden Straßen gibt und die Lehrter
Straße hier schnurgerade verläuft, bezweifele
ich, dass zukünftig nur mit Tempo 50 gefahren
wird. Taxifahrer wissen natürlich im Detail, an welchen
Stellen mal mehr, mal weniger draufgetreten werden darf.
Für den normalen Autofahrer ist es eher verwirrend,
auf einer relativ kurzen Strecke erst 30, dann 50, dann
wieder 30 fahren zu dürfen. Er wird die unterschiedlichen
Geschwindigkeitsregelungen wohl als Schildbürgerstreich
der Straßenverkehrsbehörden wahrnehmen.
Aus den genannten Gründen und vor dem Hintergrund des
zu erwartenden Verkehrsaufkommens von und zum neuen Hauptbahnhof/Lehrter
Bahnhof setze ich mich dafür ein, dass die Lehrter
Straße durchgängig zur Tempo-30- Zone erklärt
wird.

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