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Jugendhaus "B8" in der Berlichingenstraße
eingeweiht

Treffer für Moabit: Das B8-Jugendhaus. Kurz vorm
"Reinmachen": Uli Hoeneß
Im Rahmen einer feierlichen Eröffnung wurde das Jugendhaus
"B8" in der Berlichingenstraße 8 im Beisein
des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit den Moabiter
Kindern und Jugendlichen übergeben. Prominente Gäste
an diesem sonnigen 3. April waren Uli Hoeneß vom FC
Bayern München sowie René Obermann, Vorstandsvorsitzender
der Deutschen Telekom.
Das Haus im Huttenkiez bietet mit insgesamt 250 qm und
drei Räumen viel Platz für Gruppenprojekte und
Veranstaltungen. Es liegt auf einem großen, umzäunten
Grundstück mit Fußballplatz, Beach-Volleyballfeld,
einem Gartenhaus für die Mädchen, einem Doppeldeckerbus
als Sprayer-Station und vielen weiteren Freizeitmöglichkeiten.
Drei festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie
zusätzliche Honorarkräfte werden im "B8"
täglich bis zu 120 Kinder und Jugendliche betreuen.
Geplant und finanziert wurde das "B8" von der
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und dem Bezirk
Mitte. Darüber hinaus ist "B8" eines der
ersten Unternehmungen, die von der neu ins Leben gerufenen
Initiative "Ich kann was!" der Deutschen Telekom
unterstützt werden. Konkret finanziert sie 1,5 Mitarbeiterstellen
sowie Projekte und Workshops. Auch der FC Bayern München
wird "B8" materiell unterstützen.

Wunschliste des Regierenden für weitere Projekte in
Moabit? Rene Obermann (links)
und Uli Hoeneß geben sich noch zurückhaltend.
Volker Tepp, Geschäftsführer der Diakoniegemeinschaft
"Bethania e.V.", die Träger der Einrichtung
ist, zu den Zielen der Jugendarbeit im "B8": "Die
Altersgruppe zwischen neun und 14 Jahren - die sogenannten
"Lückekinder" - fühlt sich häufig
für Kinderprojekte zu alt und für Jugendclubs
zu jung. Ihnen fehlt schlicht und ergreifend eine Anlaufstelle.
Mit dem "B8" wollen wir deshalb den Kindern und
Jugendlichen in Moabit eine verbindliche Anlaufstelle in
geschützter Atmosphäre bieten. Hier können
sie einfach Dinge lernen, wie etwa eigene Regeln einhalten,
konzentriert Hausaufgaben machen oder Konflikte friedlich
lösen, aber auch an längerfristigen, anspruchsvolleren
Projekten teilnehmen, beispielsweise den angebotenen Sport-,
Medien- und Kochprojekten."
Die Diakoniegemeinschaft Bethania e. V. ist längst
keine Unbekannte in Moabit mehr: Sie engagiert sich bereits
für sieben Projekte und Einrichtungen im Kiez, darunter
u. a. "KiBiz", "Huttenkids und Co."
und "MüfüMü (Mütter für Mütter".

Das Runde muss ins Eckige. Was schwierig werden dürfte.
Selten war ein Tor
so gut bewacht wie dieses von Uli Hoeneß und den Robert
Enkes und Tim Wieses
der kommenden Jahre.
Moabit-West, vor Ort eher als Huttenkiez westlich der Beusselstraße
bekannt, gilt als Problemregion in direkter Nähe zu
Kanzleramt und Innenministerium: Die Arbeitslosenquote liegt
bei knapp 30 %, mehr als 34 % der AnwohnerInnen beziehen
Transferleistungen. Die Schuldnerquote liegt mit knapp 25
% ebenfalls weit über dem Berliner Durchschnitt. Der
Anteil an Jugendlichen ohne Schulabschluss nimmt in Moabit-West
stetig zu. Zudem liegt der Sprachstand der Kinder an Kitas
und Schulen (Anteil der Schüler nicht-deutscher Herkunftssprache:
66 %) weit unter dem anderer Gebiete im Bezirk Mitte.

Volker Tepp, Christian Hanke (Bezirksbürgermeister
von Mitte), Klaus Wowereit.
(Fotos: hha)
Weitere Infos:
www.diakoniegemeinschaft-bethania.de
(03.04.2009)
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