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Jugendhaus "B8" in der Berlichingenstraße eingeweiht

Uli Hoeneß Einweihung Jugendhaus B8 in Moabit Berlin
Treffer für Moabit: Das B8-Jugendhaus. Kurz vorm "Reinmachen": Uli Hoeneß

Im Rahmen einer feierlichen Eröffnung wurde das Jugendhaus "B8" in der Berlichingenstraße 8 im Beisein des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit den Moabiter Kindern und Jugendlichen übergeben. Prominente Gäste an diesem sonnigen 3. April waren Uli Hoeneß vom FC Bayern München sowie René Obermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom.

Das Haus im Huttenkiez bietet mit insgesamt 250 qm und drei Räumen viel Platz für Gruppenprojekte und Veranstaltungen. Es liegt auf einem großen, umzäunten Grundstück mit Fußballplatz, Beach-Volleyballfeld, einem Gartenhaus für die Mädchen, einem Doppeldeckerbus als Sprayer-Station und vielen weiteren Freizeitmöglichkeiten. Drei festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zusätzliche Honorarkräfte werden im "B8" täglich bis zu 120 Kinder und Jugendliche betreuen.
Geplant und finanziert wurde das "B8" von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und dem Bezirk Mitte. Darüber hinaus ist "B8" eines der ersten Unternehmungen, die von der neu ins Leben gerufenen Initiative "Ich kann was!" der Deutschen Telekom unterstützt werden. Konkret finanziert sie 1,5 Mitarbeiterstellen sowie Projekte und Workshops. Auch der FC Bayern München wird "B8" materiell unterstützen.

Klaus Wowereit, Rene Obermann, Uli Hoeneß in Berlin-Moabit bei der Einweihung des Jugendhauses B8, April 2009
Wunschliste des Regierenden für weitere Projekte in Moabit? Rene Obermann (links)
und Uli Hoeneß geben sich noch zurückhaltend.

Volker Tepp, Geschäftsführer der Diakoniegemeinschaft "Bethania e.V.", die Träger der Einrichtung ist, zu den Zielen der Jugendarbeit im "B8": "Die Altersgruppe zwischen neun und 14 Jahren - die sogenannten "Lückekinder" - fühlt sich häufig für Kinderprojekte zu alt und für Jugendclubs zu jung. Ihnen fehlt schlicht und ergreifend eine Anlaufstelle. Mit dem "B8" wollen wir deshalb den Kindern und Jugendlichen in Moabit eine verbindliche Anlaufstelle in geschützter Atmosphäre bieten. Hier können sie einfach Dinge lernen, wie etwa eigene Regeln einhalten, konzentriert Hausaufgaben machen oder Konflikte friedlich lösen, aber auch an längerfristigen, anspruchsvolleren Projekten teilnehmen, beispielsweise den angebotenen Sport-, Medien- und Kochprojekten."

Die Diakoniegemeinschaft Bethania e. V. ist längst keine Unbekannte in Moabit mehr: Sie engagiert sich bereits für sieben Projekte und Einrichtungen im Kiez, darunter u. a. "KiBiz", "Huttenkids und Co." und "MüfüMü (Mütter für Mütter".

Uli Hoeneß im Tor, Berlin-Moabit April 2009
Das Runde muss ins Eckige. Was schwierig werden dürfte. Selten war ein Tor
so gut bewacht wie dieses von Uli Hoeneß und den Robert Enkes und Tim Wieses
der kommenden Jahre.

Moabit-West, vor Ort eher als Huttenkiez westlich der Beusselstraße bekannt, gilt als Problemregion in direkter Nähe zu Kanzleramt und Innenministerium: Die Arbeitslosenquote liegt bei knapp 30 %, mehr als 34 % der AnwohnerInnen beziehen Transferleistungen. Die Schuldnerquote liegt mit knapp 25 % ebenfalls weit über dem Berliner Durchschnitt. Der Anteil an Jugendlichen ohne Schulabschluss nimmt in Moabit-West stetig zu. Zudem liegt der Sprachstand der Kinder an Kitas und Schulen (Anteil der Schüler nicht-deutscher Herkunftssprache: 66 %) weit unter dem anderer Gebiete im Bezirk Mitte.

Volker Tepp, Bethania-Gemeinde, Christian Hanke, Bürgermeister Berlin-Mitte, Klaus Wowereit bei der Einweihung des Jugendhauses B8 in Berlin-Moabit April 2009
Volker Tepp, Christian Hanke (Bezirksbürgermeister von Mitte), Klaus Wowereit.
(Fotos: hha)

Weitere Infos: www.diakoniegemeinschaft-bethania.de

(03.04.2009)